Die Nacht war klar und kalt, aber trocken. Wir schlafen gerne draussen. Jan und Silvan haben ein Zelt gestellt, aber wir haben nur eine Plane über die Anzen des Karrens gespannt und uns unter diesem provisorischen Wetterschutz zur Ruhe gebettet.
Wir nehmen uns die Zeit, gemütlich zu frühstücken. Das Kaffeewasser (nein, Kaffee ist nicht römisch - aber lebenswichtig!) wird auf einem kleinen Feuerchen heiß gemacht und es gibt gegrilltes Pitabrot, mit Käse gefüllt.
Die Pferde haben über Nacht ihr abgestecktes Grasstück leergefressen und wir verfüttern das vorher deponierten Heubüschel, von dem wir eigentlich dachten, wir würden es nicht benötigen.
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Dann wird aufgeräumt, der Wagen beladen, die Pferde fertig gemacht und nach kaum zwei Stunden sind wir schon unterwegs. Der Weg ist idyllisch, er führt oberhalb der Altmühl durch lichten, frühlingsgrünen Wald und an urwüchsigen Felsen vorüber.
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Als wir an der Altmühl entlang auf Pappenheim zugehen, kommen uns Jans Frau Petra Berg und Tochter Swinta entgegen. Die beiden sind mit dem Zug von München nach Pappenheim gefahren, um uns auf der zweiten Hälfte der Strecke zu begleiten.
Wir durchqueren die malerische Altstadt von Pappenheim. Leider hat hier keiner daran gedacht, Fotos zu machen...
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Die Route führt uns immer an der Altmühl entlang, mal direkt am Wasser auf dem Radwanderweg, mal etwas oberhalb des Flußes durch den Wald.
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Heute übernachten wir am Hexentanzplatz auf dem Nagelberg bei Treuchtlingen. Auch hier haben wir am Donnerstag 3 Wasserkanister und 2 Büschel Heu deponiert, und zwar im kleinen Auto. Am Donnerstag war der Platz völlig verlassen. Jetzt, am Samstag Nachmittag, sind hier unzählige Familiengruppen mit Stühlen, Tischen, Feuerschalen, Grill und Musik. Mit eintretender Dämmerung packen sie aber alle ihre Siebensachen zusammen und wir sind allein. Unsere Nachbarn überlassen uns sogar noch ihr restliches Wasser - alle sehr freundlich.
Jan und Henrike bringen Petra und Swinta mit dem Auto nach Treuchtlingen ins Hotel zum Einchecken, denn die Mädels möchten nicht so gerne im Freien schlafen. Dann fahren sie am gestrigen Rastplatz vorbei und sammeln die leeren Kanister ein - sie werden neu befüllt, sicher ist sicher. Sie stehen ja gut im Auto. Anschließend geht's nach Ammerfeld, wo Jan sein Auto abholt. Wieder werden gekühlte Getränke für uns Menschen eingeladen - ganz schön dekadent, diese Tour. Jan holt seine Damen wieder im Hotel ab, damit wir alle gemeinsam zu Abend essen können. Wir bekommen noch Besuch von Simon Sulk, dem Museumsleiter in Weißenburg, und Laura, einer Freundin von Simon.
Petra und Swinta fahren mit Jans Auto zur Übernachtung ins Hotel und wir gehen früh schlafen. Morgen lassen wir beide Autos am Wanderparkplatz stehen und lassen alles überflüssige Gepäck zurück.







