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Der erste Mai ist ein wunderschöner sonniger Tag.
Wir lassen es ruhig angehen und kommen erst gegen 11:00 Uhr vom Hof.
Begleitet werden wir heute nur von Jan Rehder und seinem 16-jährigen Sohn Silvan.

 


Die Topographie ist ziemlich herausfordernd - wir wohnen halt in einer sehr hügeligen Gegend. Wir gehen in Ammerfeld am Sportplatz hoch und durch den Wald herunter ins Spindeltal. Die Wallfahrtskirche lassen wir links (eigentlich rechts) liegen und überqueren die Spindeltalstraße. Über den Sonderholzhof halten wir auf Ensfeld zu. Vor allem dieser extrem lange und steile Anstieg nach Ensfeld hat's in sich. Lina und Verano werden ja geritten, da ist das nicht so schlimm, aber unser armer Rufus muß den schwer beladenen großen Karren den Berg raufbuckeln. Unterhalb des Monster-Anstiegs machen wir noch eine großzügige Freßpause auf einer Wiese. Aber dann müssen wir bergauf, teilweise in Serpentinen über die angrenzende Wiese, damit Rufus vom Gewicht des Wagens nicht wieder rückwärts den Berg herunter gezogen wird, denn der direkte Schotterweg verläuft praktisch senkrecht zur Höhenlinie. Anmerkung: auf dem Foto sieht das irgendwie gar nicht so steil aus - ist es aber!

 


Oben platzen wir prompt in die örtliche Maifeier und werden von den Ensfeldern freundlich willkommen geheissen. Wir hatten eh vor, nach der Anstrengung eine ausgiebige Pause zu machen, denn die braucht Rufus jetzt. Er darf ordentlich verschnaufen und grasen, derweil geniessen "die Römer" Steaksemmel und ein kühles Radler.

   


Das anstrengendste Stück haben wir jetzt geschafft! Das war der höchste Punkt, jetzt geht's praktisch nur noch bergab.

Wieder unten im Tal in Mörnsheim erreichen wir die Gailach, die ein kurzes Stück weiter in die Altmühl mündet, der wir jetzt folgen werden. Am Fluß entlang bedeutet: keine nennenswerten Steigungen. Dafür begleitet uns aber die vielbefahrene Bahnlinie. Ein Güterzug nach dem anderen rumpelt, quietscht und zischelt an uns vorbei. Lina trägt's mit Fassung, Verano möchte auf den nächsten Baum klettern, Rufus fragt sich nur: "Zug? Welcher Zug? Wann gibt's was zu fressen?"

Wir ziehen gegenüber der Zwölf Apostel entlang und überqueren die Altmühl in Solnhofen. Unsere geplante Übernachtung findet am Ruheplatz am Zimmerer Berg oberhalb von Solnhofen statt. Ein idyllisches Plätzchen, Magerwiese mit einzelnen Kiefern, mit weitem Blick übers Tal.

 


Durch Zufall kommt es noch zu einem unerwarteten Familientreffen, denn Berts Cousine Michaela ist mit einem Freund dort beim Wandern. Das gibt ein großes Hallo!

Später kommen noch Henrikes Mutter Christa und unsere Freundin Ingrid Schlosser zum abendlichen Picknick aus Ammerfeld herüber gefahren. Zum Glück bringt Ingrid uns Wasser mit. Bei der Hitze mußten unsere Pferde schon unterwegs mehrfach getränkt werden und unsere kleinen 5L-Wasserkanister für unterwegs, die eigentlich für die Menschen gedacht waren, sind leer. Drei große Wasserkanister à 25 Liter für die Pferde hatten wir am Vortag am Rastplatz deponiert, aber auch die werden sofort weggesoffen wie nichts! Ingrid bringt uns sechs große Eimer mit Deckel und wir können unsere Reserven wieder auffüllen, so daß das Wasser für die Nacht und den nächsten Morgen auf jeden Fall ausreichen wird. Und für uns haben unsere Besucher eine Kiste gekühltes Wasser, Fruchtschorle und Radler eingepackt - was für ein Luxus!