Es ist unser Ziel, Rufus und Verano zweispännig einzuspannen - nicht nur vor der Kutsche, sondern auch vor einer Kanone.
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Leider funktioniert das doch noch nicht richtig zuverlässig...
Verano läuft einwandfrei neben Rufus vor der Kutsche, aber bei einem "fremden" Gefährt - und vor allem in fremder Umgebung - regt er sich noch auf...
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| 1476 - zweispännig | 1792 - einspännig |
Wir bleiben natürlich dran und werden weiter zweispännig üben.
Wenn es mit der Zeit nichts Besonderes mehr ist, dann wird es sicher auch unter suboptimalen Umständen trotzdem funktionieren...
Aber hier erst einmal unsere ersten Versuche:
1476
Am 18. April ist es so weit: der Protzwagen der Kanone von 1476 Städtisches Aufgebot ist fertiggestellt und einsatzbereit. Zum ersten Mal können die Pferde vor das spätmittelalterliche Bronzerohr (sein Name ist "Välklin") eingespannt werden.
Der erste Versuch vor der Kanone findet bei Richard Baab im Allgäu statt und verläuft außerordentlich gut. Verano ist zwar aufgeregt und mag nicht wirklich im Schritt bleiben, aber die Testfahrt funktioniert ohne Zwischenfälle. Der Erfolg ist auf jeden Fall auch darauf zurück zu führen, daß dieser Test in absolut ruhiger Atmosphäre stattgefunden hat, mit vielen Helfern, die sich voll auf die Pferde konzentriert haben. Verano zieht eigentlich gut und so lange das Gespann in Bewegung ist, arbeitet er willig mit. Eher mal etwas übermotiviert. Länger ruhig Stehenbleiben ist eher die Herausforderung.
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Hier ein paar kurze Filme:
FILME 01 / 02 / 03 / 04 / 05 / 06 / 07 / 08 / 09 / 10
Besonders die Zeitlupe ist sehenswert!
ZEITLUPE 01 / 02 / 03
Die Erschütterung der Eisenräder auf dem harten Boden lassen das Bronzerohr klingen wie eine Glocke (Zeitlupe 03)...
1792
Zwei Wochen später, am 25. und 26. April, findet ein weiterer Zweispänner-Test statt. Diesmal treffen wir uns mit Freunden aus dem 18./frühen 19. Jahrhundert, und zwar im Taunus, auf einer idyllischen Obstwiese oberhalb des Rettershofs.
Im Jahr 1792 besetzten französische Truppen Mainz (Erster Koalitionskrieg)
Die dargestellte Situation: ein Artillerie-Trupp des revolutionären Frankreichs hat sein Lager am Rettershof aufgeschlagen.
Bert ist ein einheimischer Fuhrmann, der von den Revolutionären Truppen angeheuert wird, um die Kanone zu ziehen.
Zur Orientierung: Wir befinden uns NACH der Französischen Revolution, aber VOR Napoleon.
Zunächst sollen Rufus und Verano nur die Protze ziehen.
Das gestaltet sich etwas schwierig, denn der Protzwagen hat nur eine Achse. Die zweite Achse ergibt sich, wenn die Kanone angehängt wird. Der Protzwagen ohne Kanone ist also nicht in sich stabil, sondern er kippt in seiner Längsachse und wird nur von den Pferden in der Waage gehalten - aber eben nicht mit einer Schere, links und rechts fest am Pferd verankert, sondern nur mit einer Deichsel, die locker zwischen den Pferden verläuft.
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Der Versuch läuft nicht so ganz zufriedenstellend, wie man im FILM sehen kann. Beide Pferde sind zappelig, weil Anspannung und angehängte Last nicht richtig zusammenspielen. Vom Lagerplatz los können wir noch zweispännig starten. Dann mündet der Weg auf den geschotterten Feldweg und wir wählen die Option "leicht bergauf" - alles okay. Der Weg führt aber direkt zum nächsten Ort, wir müssen auf dem engen Feldweg umdrehen bzw. eine Kehrtwende durch die Wiese fahren. Beim Stehenbleiben und Überlegen wird Verano dann unruhig. Zur Sicherheit spannen wir ihn aus und führen Verano, erst an der Hand eines Helfers, dann vom Sattel aus neben Rufus. Der mußt die Protze alleine zurück zum Lager ziehen, was er auch äußerst unangenehm findet und entsprechend unwillig reagiert.
Zur offiziellen "Veranstaltung" vor Publikum (am Rettershof) starten wir zunächst - diesmal mit angehängter Kanone - zweispännig von unserer Lagerwiese.
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Auf dem Feldweg in Richtung Rettershof macht Verano seine Sache gut, obwohl es leicht bergab geht und die Kanone schiebt. Die Soldaten unterstützen aber mit Seilen und helfen, das schwere Gefährt zu bremsen.
Bert trifft daraufhin die Entscheidung, Verano JETZT wieder auszuspannen, wo alles super läuft, BEVOR er anfängt, sich aufzuregen.
Der Rettershof ist nämlich ein Reiterhof, überall stehen fremde Pferde. Die Wege dazwischen sind eng, es sind Tische und Ausschank aufgebaut und es stehen und sitzen jede Menge Leute herum.
Die Entscheidung erweist sich als richtig, denn zwischen den Koppeln mit den fremden Artgenossen zieht sich unser kleiner Ex-Hengst tatsächlich wieder auf. Er meint wohl, er muß auf seine Stute aufpassen.
Rufus muß also am Samstag Nachmittag und dann auch am Sonntag Vormittag die Kanone alleine ziehen. Samstags gehen Verano und Lina noch am Führstrick mit, sonntags lassen wir sie im Lager.
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Sonntag: Auszug mit Kanone (FILM)
Sonntag: Die Kanone fährt am Rettershof vor (FILM)
Im Übrigen war Sonntag, der 26. April 2026, Berts 60. Geburtstag...
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FAZIT: Rufus macht seinen Job perfekt wie immer. Verano regt sich auf. Aber nicht wegen der Kanone, sondern wegen der fremden Pferde. Unsere Aufgabe: fahren, fahren, fahren...




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