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Auf dem Weg nach Vientiane - Xayaburi Staudamm


18. Februar 2026

Die Mekong Pearl schleust durch die Xayaburi-Talsperre, zwei Stufen abwärts mit jeweils etwa 15 Metern Höhenunterschied.
Der Staudamm ist ein umstrittenes 1.285-MW-Wasserkraftwerk am Hauptlauf des Mekong, das 2019 in Betrieb ging. Als erstes großes Dammprojekt im unteren Mekong-Gebiet erzeugt es Strom hauptsächlich für Thailand - nur eine der insgesamt 8 Turbinen liefert Energie an Laos. Kritiker befürchten massive ökologische Schäden durch verringerten Sedimenttransport und bedrohte Fischbestände, darunter den Mekong-Riesenwels.

 



Laos forciert derzeit den Bau zahlreicher Wasserkraftwerke am Mekong, um als „Batterie Südostasiens“ Strom zu exportieren. Bis 2030 sind rund 100 Staudammprojekte geplant, wobei Großprojekte wie Xayaburi und Don Sahong bereits in Betrieb sind. Diese Entwicklungen führen zu massiven ökologischen Schäden, veränderter Wasserführung und gefährden die Fischerei.

Wichtige Fakten zu den Staudämmen:
  • Strategie: Laos will durch den Export von Wasserkraft wirtschaftlich aufsteigen, ist jedoch abhängig von ausländischen Investoren und China.
  • Auswirkungen: Die Dämme verursachen unregelmäßige Wasserstände, blockieren Fischwanderwege und reduzieren Nährstoffe, was die Nahrungssicherheit im gesamten Mekong-Delta bedroht.
  • Umstrittene Projekte: Neben Xayaburi und Don Sahong ist ein weiteres großes Projekt bei Luang Prabang geplant, das Strom vor allem nach Thailand liefern soll.
  • Kritik: Umweltorganisationen wie der WWF warnen vor gravierenden Folgen für das Ökosystem. Die lokale Bevölkerung leidet oft unter Zwangsumsiedlungen und dem Verlust ihrer Lebensgrundlage. 

Die Mehrzahl der Projekte wird von internationalen Investoren finanziert, während Laos oft die langfristigen ökologischen Kosten trägt.



Wir haben auch Spaß: Barbecue an der Sandbank

 


Am Abend legt die Mekong Pearl an einer einsamen Sandbank an. Die Crew bereitet alles vor für ein großes Barbecue am Strand. Sogar Bananenblätter werden "gepflanzt" und Lichterketten aufgehängt. Wir haben einen lustigen Abend. Mr. Pan, unser Koch, steht am Grill, zusätzlich ist noch ein üppiges Buffet aufgebaut worden. Als es richtig dunkel ist, lassen wir Lampions in den Himmel steigen.



Danach wird zwanglos gefeiert. Vor allem die Crew hat Spaß, sie singen und tanzen mit großer Ausdauer. Das bringt uns alle wirklich noch einmal näher zusammen.



Am nächsten Morgen verabreden wir uns zum Schwimmen im Mekong. Das Schiff bietet täglich einen "Early Bird" Kaffee ab 06:30 Uhr auf dem Sonnendeck - wir planen zur gleichen Zeit die "Early Ente". Abfahrt ist für 09:00 Uhr geplant, wir haben also Zeit. Zwar ist der Mekong mit seinen tückischen Strömungen nicht ungefährlich, aber hier an der geschützten Sandbank ist ein Bad im Fluß kein Problem. Letztendlich sind wir nur zu dritt - drei Mädels, denn unser "Early Erpel" hatte gestern wohl etwas zu viel Laolao...

 


Wenigsten einmal im Mekong baden!



Pak Lai

19. Februar 2026
Nach einer interessanten Obstpräsentation und -verkostung am Vormittag legen wir nachmittags bei der Kleinstadt Pak Lai an. Hier war während der Kolonialzeit ein wichtiges Zentrum für den Teakholzhandel. Mit Tuktuks unternehmen wir eine Tour durch die Stadt und besuchen den lokalen Markt und einen Tempel mit angegliederter Schule für Mönche und Novizen.

 






Wir wandern zu Fuß ein Stück den Mekong entlang zurück zu unserem Schiff.
Heute Abend ist schon Zeit für das Abschiedsessen und die offizielle Verabschiedung von der Crew. Sie sind uns alle sehr ans Herz gewachsen, wir werden sie und unser behagliches schwimmendes Zuhause vermissen!

 
 

 


 

Abschied von der Mekong Pearl - mit Slowboat und Bus nach Vientiane

20. Februar 2026
Leider ist der Wasserstand im Mekong so niedrig, daß die Mekong Pearl ab hier nicht mehr weiterfahren kann. Der Abschied fällt schwer, wehmütig winken wir dem Schiff und der Crew zu.
Khob chai lai lai ("vielen Dank"), ihr wart einfach großartig!

 


Wir steigen um auf ein Slowboat, das deutlich weniger Tiefgang hat. Das sehr komfortable Slowboat bringt uns in knapp 5-stündiger Fahrt nach Sanakhan - bis Vientiane würde die Fahrt zu lange dauern, die Boote sind zu langsam. Das Slowboat bietet wieder eine neue Perspektive, da man viel näher an der Wasseroberfläche sitzt.

 


In Sanakhan legen wir an und steigen in einen Bus für die restliche Strecke bis nach Vientiane (ca. 3 Stunden Busfahrt).


 

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