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Buddha-Höhlen an der Mündung des Ou-Flusses

14. Februar 2026
Gegen Mittag erreicht die Mekong Pearl die Mündung des Nam Ou in den Mekong. Wir steigen um in ein "Slowboat" und fahren ein kleines Stück den malerischen Ou Fluß hinauf. Wir schippern durch eine wundervolle Karstlandschaft.

 


Das Slowboat bringt uns zu den direkt oberhalb der Ou-Mündung gelegenen Höhlentempeln von Pak Ou, die Hunderte kleiner Buddhastatuen beherbergt. Pak Ou bedeutet übrigens "Mündung des Ou"; Pak ist Bestandteil vieler Ortsnamen entlang des Mekong. Die beiden Kalksteinhöhlen am Ufer des Mekong sind ein bedeutender buddhistischer Wallfahrtsort und werden seit Jahrhunderten verehrt. Die untere Höhle, Tham Ting, überblickt die Mündung des Nam Ou in den Mekong, hier befindet sich zudem eine Wasserstelle zur rituellen Waschung der Statuen. Die obere Höhle Tham Theung liegt etwa 200m höher. Es gilt also, viele steile Treppenstufen zu erklimmen.

 


Es gibt viele Geschichten zur der Entstehung dieser Höhlen. Der Legende nach sollen die Tempel von König Setthathirat im 16. Jahrhundert gegründet worden sein. Man sagt dem Ort magische Kräfte nach, denn hier soll der Wohnort der Flußgeister und des Naga-Königs Chao Ulongkha (Wächter über die Mündung des Nam Ou) sein. Deswegen bringen viele Pilger kleine Buddhastatuen als Opfergaben in die beiden Höhlentempel. Zeitweise sollen dort an die 5.000 Statuen gestanden haben. Auch heute noch stehen hunderte von Statuen in verschiedenen Größen, Formen und aus verschiedenen Materialien in den Höhlen, viele davon beschädigt.


 

Wanderung nach Ban Muang Keo

Von der oberen Pak Ou-Höhle aus wandern wir auf einem schmalen Fußweg zu dem kleinen Dorf Ban Muang Keo. Dazu müssen wir erst über ein niedriges Mäuerchen steigen und ein paar Meter auf einem schiefen Pfad balancieren, bis wir auf den richtigen Weg kommen. Der Weg zum Dorf führt weiter den Berg hinauf. Wenn wir uns umdrehen, bietet sich nach hinten ein wunderbarer Blick auf den Fluß und die Berge. Wir bleiben also öfter einmal stehen zum Schauen und Fotografieren - und zum Verschnaufen. Die Vegetation ist üppig, aber der Weg wird offenbar viel benutzt, denn er ist nicht zugewuchert. Später führt der Weg durch ein Teak-Wäldchen hinab zum Dorf. Die Teakbäume verlieren saisonal ihre Blätter, daher sind sie schon fast kahl, was in einem tropischen Land irgendwie seltsam wirkt. Der Boden ist mit Laub bedeckt wie bei uns im Herbst.

 


Das Dorf heißt uns willkommen. Hier wird Laolao gebrannt, der hiesige Reisschnaps. Natürlich darf/muß probiert werden. Die Frauen von Ban Muang Keo sind auch fleißige Weberinnen und die meisten Damen der Reisegruppe nutzen die Gelegenheit, einen handgewebten Seidenschal direkt vom Webstuhl weg zu kaufen. Allerdings muß man die Stoffe mit offenen Augen begutachten, denn es mogelt sich auch billige China-Ware in die Auslagen...

 


Die üppige Blütenpracht der Bougainvilleas ist einfach nur zum Schwärmen...




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