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Flucht vor dem eisigen europäischen Februar 2026...
Laos heißt uns bei einer 10-tägigen Kreuzfahrt auf der "Mekong Pearl" willkommen: "sabai dee"!

 
„Sabai dee“ (ສະບາຍດີ) ist die herzliche laotische Begrüßung, die "Hallo" oder "Wie geht es dir?" bedeutet und mit einem Lächeln verwendet wird. „Sabai dee“ wird oft begleitet mit dem Nop (leichte Verbeugung mit vor der Brust zusammengelegten Händen).

Unser schwimmendes Hotel auf dem Mekong, die Mekong Pearl, gehört mit zwei weiteren Schiffen zur kleinen aber extrem feinen Mekong River Cruises Flotte. Dieses deutsch-laotische Unternehmen wurde von Hans Engberding, dem Gründer und langjährigen Inhaber des Berliner Reiseveranstalters Lernidee Erlebnisreisen, ins Leben gerufen und bietet seit 2006 Kreuzfahrten auf dem oberen Mekong zwischen dem Goldenen Dreieck und Vientiane an. Über Lernidee haben wir die Reise auch gebucht. Es war nicht unsere erste Lernidee-Reise und wird auch nicht die Letzte gewesen sein...

Über die Mekong Pearl brauche ich keine Worte der Superlative bemühen - die Bilder sprechen für sich!
Hier die Impressionen der stimmungsvollen rustikalen Ausstattung - mit viel Holz - und unseres dekadenten Lebens an Bord:

 



Ein herzliches Dankeschön - Khob chai lai lai - gebührt unserer Reiseleiterin Charlotte Breinersdorf, die uns kompetent und liebevoll betreut hat, auf den Landausflügen wie an Bord. Ihre Vorträge über die Bedeutung des Mekongs als Lebensader der Region und der Überblick über den Buddhismus waren sehr interessant und lehrreich. Und die Vorführung des Films "The Rocket" von 2013 - auf Laotisch (!) mit englischen Untertiteln - war eine geniale Idee. Das hat uns die Art und Weise, wie Laos tickt, ein gutes Stück näher gebracht!


 


Chiang Rai und Goldenes Dreieck

 
 Chiang Rai    Goldenes Dreieck


10. Februar 2026
Unsere Reise beginnt allerdings nicht direkt in Laos, sondern im nördlichen Thailand. Unsere Flugdestination heißt Chiang Rai.
Nach dem langen Nachtflug von München nach Bangkok (11 Stunden) und dem Anschlußflug nach Chiang Rai sind wir erst einmal froh, in unserem Hotel (The Riverie) ein wenig Ruhe zu finden. Aber bald schon werden wir von unserer charmanten örtlichen Reiseleitung zur Besichtigungstour abgeholt.



Wat Rong Khun

Als erster Programmpunkt steht der reichlich surrealistische "weiße Tempel" Wat Rong Khun auf unserem Plan.


Die vorangegangene Struktur des Wat Rong Khun Tempels lag Ende des 20. Jahrhunderts in Ruinen. Aufgrund fehlender Finanzmittel konnte er nicht wieder aufgebaut werden. Im Jahr 1996 beschloss der zeitgenössische thailändische Künstler Chalermchai Kositpipat (* 1955) den Tempel in abgewandeltem Stil zu rekonstruieren.  Ein Team von 120 Freiwilligen, darunter Bauarbeiter, Architekten und Künstler, begannen ein Jahr später mit den Bauarbeiten. Chalermchai widmete sich mit 1,2 Millionen US-Dollar eigener Mittel der Schaffung des Tempels; er sah es als Opfer an Buddha. Später änderte er seine Pläne, als er sah, dass Wat Rong Khun eine wichtige Rolle spielen könne, um sowohl Einheimische als auch Touristen anzuziehen.

Aktuell sind erst ungefähr 20 Prozent der geplanten Anlage gebaut. Als Datum für die komplette Fertigstellung wird das Jahr 2070 geschätzt. Der Bau wird dabei ausschließlich durch Spenden finanziert. Um unabhängig von Großspendern zu sein, hat Chalermchai eine maximale Spendensumme von 10.000 Baht (etwa 250 Euro) festgelegt.

Der Künstler bricht mit der traditionellen bunten Farbgestaltung buddhistischer Tempel. Die Gebäude sind komplett in weiß gehalten, die zahllosen spiegelnden Glasstücke funkeln in der Sonne und die fein ziselierten Verästelungen wirken wie filigrane Eiskristalle oder glitzernde Korallenäste.

 



Die drastischen Darstellungen der Hölle (oder besser: des Fegefeuers) vor der Brücke zur Versammlungshalle sind in ihrer naturnahen Deutlichkeit teilweise ein wenig verstörend.

 


Die Malereien im Innen des Ubosots, der Versammlungshalle der Mönche, sind in goldenem Ton gehalten. Die Wände, der Fußboden und die Decke zeigen Anspielungen auf die Versuchungen, die vor dem die Welt überwindenden Zustand stehen. Auch zeitgenössische Figuren der Populärkultur wie Michael Jackson, Spiderman, die Minions, Jack Sparrow und Hello Kitty sind dargestellt. Um einen Impuls für die Förderung des Tourismus in seiner Heimatregion zu bieten, hat der Künstler verfügt, daß die Wandmalereien nicht fotografiert werden dürfen. Wer sie also sehen will, muß persönlich nach Chiang Rai kommen und den Tempel besuchen.
Allerdings gibt es doch ein beispielhaftes Bild bei Wikimedia Commons...





Wat Phra Keo

Im Vergleich zum weißen Tempel wirkt der traditionelle Tempel Wat Phra Keo eher bescheiden. Dabei gilt der Tempel als eines der wichtigsten religiösen und administrativen Zentren des nördlichen Sangha (Mönchsordens). Der Abt, Phra Dhammarachanuwat, ist zugleich der oberste geistliche Leiter Nordthailands.

 


Historisch bedeutsam ist Wat Phra Keo als Fundort des berühmten Smaragdbuddha. Nachdem der echte Smaragdbuddha, der eigentlich aus Jade besteht, heute als National-Heiligtum Thailands im gleichnamigen Tempel in Bangkok untergebracht ist, müssen die Gläubigen in Chiang Rai mit einer Replik vorlieb nehmen. Das tut der Verehrung allerdings keinen Abbruch.





11. Februar 2026
Der folgende Tag führt uns von Chiang Rai aus in die Berge.

Doi Tung

 

Der Mae Fah Luang Garten auf dem Doi Tung-Berg in der Provinz Chiang Rai ist ein beeindruckender Landschaftsgarten, der aus einem ehemaligen Opium-Schmuggelgebiet entstand. Er bietet saisonale Blumen, Orchideen, Farnhäuser und Skulpturen. Der Garten ist Teil der königlichen Villa (Doi Tung Royal Villa) der Prinzessinmutter, die den Anbau von Kaffee statt Opium förderte. Der Begriff Mae Fah Luang („königliche Mutter aus dem Himmel“) ehrt Prinzessin Srinagarindra, Mutter von König Bhumibol Adulyadej, Großmutter des aktuellen thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn, die sich durch Projekte zur sozialen Entwicklung, Aufforstung und Hilfe für Bergvölker im Norden Thailands verdient gemacht hat.




 

 

Goldenes Dreieck


Nach dem obligatorischen Besuch im Opiummuseum ("Hall of Opium") fahren wir weiter zum Goldenen Dreieck, wo der Nebenfluß Ruak in den Mekong mündet und das Dreiländereck Thailand - Myanmar - Laos bildet.  Das Dorf Sop Ruak liegt genau am Dreiländereck auf thailändischer Seite. Vom Viewpoint Ban Sop Ruak haben wir eine gute Aussicht auf den Kern des Goldenen Dreiecks - auch wenn die Opium-Anbauregion sich sehr viel weiter erstreckte. Der Anbau von Schlafmohn war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die hier ansässigen Bergvölker.

 


Vom Viewpoint aus erklimmen wir die Anhöhe des kleinen Tempels Wat Phra That Pukhaw und steigen dann jenseits des Tempelbergs die drachengesäumte Treppe hinunter ins Dorf. In Ban Sop Ruak ("Ban" bedeutet immer: Dorf) bestaunen wir europäischen Touristen die überbordende Opulenz der Anlage am Flußufer mit goldenen Buddhas und riesigen Elefanten. Das ist für unsere Sehgewohnheiten eine sehr exotisch anmutende Bildsprache.

 




Von Ban Sop Ruak aus fahren wir ein Stück den Mekong entlang und treffen auf unser Schiff für die kommenden Tage, das an seiner Anlegestelle am thailändischen Mekongufer auf uns wartet. Wir dürfen unsere Kabinen beziehen, erhalten das erste Abendessen an Bord und übernachten auch schon auf der Mekong Pearl.


Houay Xay

12. Februar 2026
Morgens müssen wir die Mekong Pearl aber gleich wieder verlassen. Wir fahren mit Mini-Vans zur "IV. Thai-Lao Freundschaftsbrücke". Dort erfolgt die Ausreise aus Thailand und die Einreise nach Laos. Mit einem Bus fahren wir in die laotische Grenzstadt Houay Xay, wo wir den zentralen Markt und den Tempel Wat Chom Kao besuchen.

 





 


Landschaft und Dörfer am Mekong

immer noch 12. Februar 2026
Wir wandern einen sandigen Weg zum Flußufer herunter und betreten unser Schiff barfuß - die Straßenschuhe bleiben in einem Schrank am Eingang. Jetzt legt die Mekong Pearl ab und unsere spannende Kreuzfahrt flußabwärts auf der "Mutter aller Wasser" kann beginnen.
Leinen los!

 


Auf Lao und Thai wird der Mekong oft als „Mae Nam Khong“ bezeichnet. „Mae Nam“ bedeutet wörtlich „Mutter des Wassers“ oder „Mutter der Flüsse“, während „Khong“ der Eigenname des Flusses ist. Der Mekong gilt als „Mutter“, weil er als spektakuläre Lebensader für sechs Länder fungiert: China, Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und Vietnam.

 

 


Die folgende umfangreiche Bildergalerie versucht, die Eindrücke der Landschaften am oberen Lauf des Mekongs einzufangen.
Die Bilder stammen vom gesamten Reiseverlauf und zeigen Natur, Felsen im Fluß (Niedrigwasser!), Dörfer am Ufer, Goldwäscher im kleinen und auch im größeren Stil, Wasserbüffel oder Kühe am Strand, kurzum: die vielfältigen Impressionen der Fahrt.


Ban Houay Phalam

Gleich am ersten Nachmittag legen wir an dem Dörfchen Ban Houay Phalam an. Die Bewohner sind Khmu, also Mittellandlaoten (d.h. aus höheren Regionen, aber nicht direkt Bergvölker wie die Hmong). Die Khmu stellen möglicherweise die Urbevölkerung des nördlichen Laos dar, sie wurden von später einwandernden Ethnien in die Berge verdrängt. Sie sind nach den Lao die größte ethnische Gruppe und stellen etwa 11% der Gesamtbevölkerung.

 


Auf dem Rundgang durch das Dorf können wir das Alltagsleben der Bewohner sehen. Ein bißchen ist es wie ein Besuch im Zoo - andererseits werden wir Touristen von den Khmu teilweise auch mit Interesse beobachtet, wie eine Art exotisches Fernsehprogramm. Sprich: wir sind genauso interessant für die Dorfbewohner wie sie für uns. Ein paar ältere Bewohner ziehen sich zwar offenkundig zurück, aber die Kinder zum Beispiel sind alle da und laufen mit uns durchs Dorf. Überall sehen wir die typischen Pfahlbauten: der Wohnraum ist erhöht und somit weitgehend vor Tieren geschützt. Der schattige Platz unterm Haus wird als Lager oder zum Arbeiten genutzt.

Bevor wir wieder an Bord gehen, treffen wir einige Frauen, die tagsüber am Mekong nach Gold gesucht haben. Eine der drei Goldwäscherinnen war tatsächlich erfolgreich. Die anderen zwei haben den ganzen Tag für nichts und wieder nichts in der prallen Sonne geschuftet.



Die Nacht verbringen wir verankert vor dem Dorf. Einer der Dorfhunde sitzt den ganzen Nachmittag, die ganze Nacht und den nächsten Morgen am Ufer, auf Höhe des Kombüsenfensters. Die Hündin kennt das Schiff und sitzt immer da, wenn die Mekong Pearl vor Ban Houay Phalam liegt. Und richtig: ab und zu fliegt auch was aus dem Fenster... Als wir ablegen, trollt sie sich.


13.  Februar 2026
Die Fahrt ist gemächlich. Langsam und entspannend zieht die Landschaft an uns vorbei. Am Vormittag nimmt sich unser Koch die Zeit, der Reisegruppe die Zubereitung des laotischen Nationalgerichts "Laap Muu" zu zeigen. Es handelt sich dabei um einen Salat aus kurz gegartem Schweinehack, das mit Zitronengras, Galgant und Kaffirlimette vermengt wird. Minze und Koriander bringen angenehme Frische. Serviert wird Laap mit Klebreis, den man zu kleinen Bällchen formt, um damit den Salat aufzunehmen.

Ban Kok Aek

Der Landgang am Nachmittag führt uns durch das Dorf Ban Kok Aek. Es handelt sich um ein gemischtes Dorf der Tief-, Mittel- und Hochlandlaoten. Die Regierung hat hier mehrere Dörfer zusammengelegt, um eine gute Infrastruktur zu schaffen. Es gibt eine große Schule mit allen Klassenstufen, eine Markthalle, Geschäfte, eine Krankenstation und Straßenanschluß. Dieses Dorf ist - im Gegensatz zum Vorigen - also nicht nur per Boot über den Mekong erreichbar.

 


Wieder sind die Kinder allgegenwärtig und folgen uns auf Schritt und Tritt. Kein Wunder, denn sie bekommen von der Schiffsbesatzung Bonbons bzw. Lutscher verteilt. Wir selbst haben allerdings strikte Anweisung, keinem Kind irgend etwas zu schenken, um sie nicht zum Betteln zu animieren.

Als besondere Attraktion hat eine Lehrerin mit ein paar älteren Schülerinnen einige Tänze einstudiert. Die jungen Frauen haben die Choreographie selbst erarbeitet, Musikauswahl und Tanzbewegungen sind ein Mix aus Folklore und Thai-Pop. Die Mädchen schwanken zwischen Nervosität und Stolz, als sie ihre Tanznummer vor Publikum vorführen dürfen.

 


Wir bleiben hier über Nacht und lichten erst morgen früh den Anker - oder besser: lösen die Leinen von den eingeschlagenen Holzpfählen.


 



Buddha-Höhlen an der Mündung des Ou-Flusses

14. Februar 2026
Gegen Mittag erreicht die Mekong Pearl die Mündung des Nam Ou in den Mekong. Wir steigen um in ein "Slowboat" und fahren ein kleines Stück den malerischen Ou Fluß hinauf. Wir schippern durch eine wundervolle Karstlandschaft.

 


Das Slowboat bringt uns zu den direkt oberhalb der Ou-Mündung gelegenen Höhlentempeln von Pak Ou, die Hunderte kleiner Buddhastatuen beherbergt. Pak Ou bedeutet übrigens "Mündung des Ou"; Pak ist Bestandteil vieler Ortsnamen entlang des Mekong. Die beiden Kalksteinhöhlen am Ufer des Mekong sind ein bedeutender buddhistischer Wallfahrtsort und werden seit Jahrhunderten verehrt. Die untere Höhle, Tham Ting, überblickt die Mündung des Nam Ou in den Mekong, hier befindet sich zudem eine Wasserstelle zur rituellen Waschung der Statuen. Die obere Höhle Tham Theung liegt etwa 200m höher. Es gilt also, viele steile Treppenstufen zu erklimmen.

 


Es gibt viele Geschichten zur der Entstehung dieser Höhlen. Der Legende nach sollen die Tempel von König Setthathirat im 16. Jahrhundert gegründet worden sein. Man sagt dem Ort magische Kräfte nach, denn hier soll der Wohnort der Flußgeister und des Naga-Königs Chao Ulongkha (Wächter über die Mündung des Nam Ou) sein. Deswegen bringen viele Pilger kleine Buddhastatuen als Opfergaben in die beiden Höhlentempel. Zeitweise sollen dort an die 5.000 Statuen gestanden haben. Auch heute noch stehen hunderte von Statuen in verschiedenen Größen, Formen und aus verschiedenen Materialien in den Höhlen, viele davon beschädigt.


 

Wanderung nach Ban Muang Keo

Von der oberen Pak Ou-Höhle aus wandern wir auf einem schmalen Fußweg zu dem kleinen Dorf Ban Muang Keo. Dazu müssen wir erst über ein niedriges Mäuerchen steigen und ein paar Meter auf einem schiefen Pfad balancieren, bis wir auf den richtigen Weg kommen. Der Weg zum Dorf führt weiter den Berg hinauf. Wenn wir uns umdrehen, bietet sich nach hinten ein wunderbarer Blick auf den Fluß und die Berge. Wir bleiben also öfter einmal stehen zum Schauen und Fotografieren - und zum Verschnaufen. Die Vegetation ist üppig, aber der Weg wird offenbar viel benutzt, denn er ist nicht zugewuchert. Später führt der Weg durch ein Teak-Wäldchen hinab zum Dorf. Die Teakbäume verlieren saisonal ihre Blätter, daher sind sie schon fast kahl, was in einem tropischen Land irgendwie seltsam wirkt. Der Boden ist mit Laub bedeckt wie bei uns im Herbst.

 


Das Dorf heißt uns willkommen. Hier wird Laolao gebrannt, der hiesige Reisschnaps. Natürlich darf/muß probiert werden. Die Frauen von Ban Muang Keo sind auch fleißige Weberinnen und die meisten Damen der Reisegruppe nutzen die Gelegenheit, einen handgewebten Seidenschal direkt vom Webstuhl weg zu kaufen. Allerdings muß man die Stoffe mit offenen Augen begutachten, denn es mogelt sich auch billige China-Ware in die Auslagen...

 


Die üppige Blütenpracht der Bougainvilleas ist einfach nur zum Schwärmen...





Luang Prabang

15. und 16. Februar 2026
Wir erreichen Luang Prabang am Sonntag, dem 15. Februar, gegen 9:00 Uhr. Wir werden hier zwei volle Tage und auch zwei Nächte verbringen.

Luang Prabang war die Hauptstadt des historischen Königreichs Lan Xang ("Millionen Elefanten") und des französischen Protektorats Laos. Bis zur Abschaffung der Monarchie in Laos 1975 war es die Königsstadt. Heute ist die Stadt von der UNESCO als Welterbe anerkannt und eines der wichtigsten touristischen Ziele des Landes.

Das historische Zentrum der Stadt liegt im Schutz der Spornlage zwischen Mekong und seinem Nebenfluss Nam Khan auf rund 300 Meter Höhe. Sie ist ein Handelszentrum für Reis, Kautschuk und Teakholz. Außerdem werden handwerkliche Produkte wie Holzarbeiten, Textilien und Papier hergestellt. Luang Prabang ist Sitz einer Universität, der Souphanouvong-Universität.

 


In der folgenden - sehr umfangreichen - Bildergalerie habe ich allgemeine Impressionen der Stadt gesammelt: das Straßenbild; Geschäfte, Straßencafés und Kneipen; der Nachtmarkt mit viel traditionellem Handwerk; der abendliche "food market" - einfach Straßenszenen, wie sie mir gerade vor die Linse kamen.


 

Hoch über der Stadt: der Phousi Hügel

 


Von hier oben hat man einen schönen Blick über die Stadt und die umliegende Berglandschaft.


 

Morgenmarkt

 


Wir besuchen zuerst den den lebhaften Morgenmarkt, dann den ehemaligen Königspalast, jetzt Nationalmuseum. Leider ist dort in den Innenräumen das Fotografieren untersagt, also kann ich hier nur Bilder des Markttreibens anbieten:


 


Tempel und Religiosität

Luang Prabang beherbergt über 30 aktive buddhistische Tempel (Wats). Die Tempelarchitektur zeichnet sich durch den "Luang Prabang-Stil" aus, der durch tief geschwungene, mehrstufige Dächer gekennzeichnet ist, die fast den Boden berühren. Diese Holzkonstruktionen sind reich verziert, oft goldfarben, und kombinieren traditionelle laotische Elemente mit goldenen Mosaiken und Schnitzereien.


 

Wat Xieng Thong

Der Wat Xieng Thong ist der wichtigste Tempel der Stadt. Als einer der architektonisch schönsten Tempel Luang Prabangs und eine der bedeutendsten Tempelanlagen in ganz Laos ist Xieng Thong ein beeindruckendes Beispiel für die Verbindung von Religion, Kunst und Tradition. Er wurde 1560 als königlicher Tempel erbaut und stand bis 1975 unter königlicher Schirmherrschaft. Wichtige Zeremonien wie Königskrönungen fanden hier statt. Auch die Urnen der königlichen Familie werden hier aufbewahrt.

         
   


Das Areal umfaßt zahlreiche Nebengebäude, wie die Halle mit der Begräbniskutsche von König Sisavangvong (1885-1959) und die "Rote Kapelle" mit einer bronzenen Buddhastatue aus dem 16. Jh. (siehe unten). Diese Kapelle ist rundherum mit einem Mosaik aus bunten Glassteinen verziert.

 

 


 

Wat Ho Prabang

Wat Ho Prabang ist ein neu erbauter Tempel auf dem Gelände des ehemaligen Königspalasts. Er dient als prunkvolles Zuhause für den heiligen Phra Bang („Königliches Buddhabildnis, das Leiden auflöst“), das wichtigste buddhistische Bildnis in Laos. Es befindet sich seit dem 14. Jahrhundert in der Stadt Luang Prabang, die nach der Statue benannt ist.

Die Statue ist 83 cm hoch und stellt einen stehenden Buddha dar, dessen Handflächen nach vorne weisen. Sie besteht aus mit Blattgold überzogener Bronze und soll gemäß der Überlieferung ursprünglich zwischen dem 1. und 9. Jahrhundert in Ceylon gegossen worden sein. Die Details der Figur verraten aber eine sehr viel spätere Arbeit aus der Khmer-Zeit. Das Phra Bang kam 1353 aus Angkor nach Luang Prabang und sollte zur Verbreitung des Theravada-Buddhismus im Königreich beitragen. 1359 überließ der Khmer-König die Statue seinem Schwiegersohn Fa Ngum, dem ersten König von Lan Xang. Die erste Hauptstadt des Reiches ist nach dem Bildnis benannt: Luang Phrabang.

 


Heute bleibt der Phra Bang unter Verschluß und wird nur während des laotischen Neujahrs in den Wat Mai überführt und drei Tage lang ausgestellt. Gläubige Pilger aus dem ganzen Land kommen dann, um die Statue in einer Zeremonie mit Wasser zu besprenkeln und dabei Wünsche zu äußern.



 

Wat Sene Soukharam

Im 1718 erbauten Wat Sene Soukharam gibt es viele glitzernde Details zu bestaunen. Für den Bau wurden 100.000 Steine aus dem Mekong verwendet. Zum Tempel gehört eines der größten Klöster Luang Prabangs.

 

 


 

Wat Xieng Muan

Das exakte Alter des Wat Xieng Muan ist nicht bekannt. Sicher ist, dass der Sim (das Kernstück) Mitte bis Ende 1800 erbaut wurde. Der Tempel selbst ist nach Ansicht von Experten wesentlich älter.

Die Decke des Tempelgebäudes ist kunstvoll mit Gold verziert. Eine Besonderheit sind die angegliederten Wohnräume, die mit Hilfe der UNESCO restauriert wurden. Hier werden Novizen und junge Mönche in den traditionellen Handwerkskünsten zur Erhaltung des Tempels ausgebildet.

 

 


 

Wat Sop Sickharam

Ursprünglich etwa 1480 von König Souvanna Banlang als Grabtempel für seinen Vater König Chakaphat erbaut, stammen die heutigen Gebäude aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

 


 

Wat Siphoutthabat Thippharam

 

 


 

Wat Syrimoungkoun Xaiyaram

 

 


 

Hier noch einmal die geballte Pracht der Tempel von Luang Prabang:



 

Almosengang


Aus all diesen vielen Klöstern machen sich die Mönche Tag für Tag frühmorgens auf den Weg, um Almosen in Form von Speisen zu sammeln. Die Gläubigen können sich gute "Karma-Punkte" verdienen, wenn sie den Mönchen Klebreis (oder auch andere Speisen) spenden. Sie setzen sich gegen 5:30 Uhr an die Straße und geben jedem einzelnen der vorbeikommenden Mönche ein kleines Bällchen Klebreis in den Beutel. Andere Speisen (Gemüse, auch Fleisch) werden in Plastikbeutelchen verpackt abgegeben. Luang Prabang ist eine reiche Stadt, die Leute können es sich leisten, großzügig zu sein. Die Mönche nehmen weitaus mehr ein, als sie selbst benötigen. Der Überschuß wird dann vom Kloster an Bedürftige weitergegeben.

Der Almosengang ist entlang der Hauptstraße Sakkaline Road leider zu einer Touristenattraktion verkommen. Fremde - hauptsächlich Chinesen - zahlen den findigen Geschäftsleuten viel Geld für ein Höckerchen und einen Korb mit Reis, um "teilnehmen" zu können. Wir hingegen stehen in einer kleinen Nebenstraße - in erster Linie Wohngebiet - und erleben den Almosengang in seiner ursprünglichen Form. Hier kommen die Anwohner mit ihren Gaben direkt aus dem Haus und setzen sich an die Straße. Wir Touristen halten uns möglichst im Hintergrund und machen nur ein paar Fotos.




Da die Gaben in der wohlhabenden Stadt üppig ausfallen, kommen auch Mönche vom gegenüberliegenden Mekongufer, um hier am Almosengang teilzunehmen. Danach fahren sie mit gefüllten Beuteln mit dem Boot wieder über den Fluß zurück in ihr Kloster.


 

Animismus und Baci-Zeremonie

Animismus (Geisterglaube) ist in Laos tief verwurzelt und existiert oft parallel zum Theravada-Buddhismus, insbesondere im ländlichen Raum und bei ethnischen Minderheiten. Er prägt den Alltag durch die Verehrung von Natur- und Ahnengeistern (Phi). Diese beiden Glaubenssysteme existieren meist synkretistisch nebeneinander. Der Glaube an Geister und beseelte Natur ist integraler Teil der sozialen Identität. Er umfasst Rituale wie die "Geisterhäuschen" vor den Häusern oder die Baci-Zeremonie - ein traditionelles laotisches Ritual, das Glück, Gesundheit und Harmonie durch das Binden weißer Baumwollfäden um die Handgelenke fördern soll. Es wird bei wichtigen Lebensereignissen wie Hochzeiten, Geburten oder Reisen durchgeführt, um die 32 Schutzgeister des Körpers zu binden und zu ehren.
 
  • Verbreitung: Schätzungen zufolge praktizieren etwa ein Drittel der Bevölkerung oder große Teile der ländlichen Minderheiten den Animismus aktiv.
  • Die Geister (Phii): Die Laoten glauben, dass Geister (Phii) in Flüssen, Bäumen, Wäldern, Häusern und Dörfern wohnen.
  • Alltagspraxis: Da Geister das Leben durch Gebote und Tabus steuern, werden ihnen Opfergaben dargebracht, um sie gnädig zu stimmen.
  • Verbindung mit Buddhismus: Selbst in Städten sind buddhistische Praktiken oft mit animistischen Elementen verwoben. Die Baci-Zeremonie (Verbindung der Seelen) ist ein zentrales Beispiel für diese Verschmelzung.
  • Regionale Unterschiede: In Bergregionen ist der Animismus stärker vertreten, während im Tiefland der Buddhismus dominiert.

Auch für uns wird an Bord eine Baci-Zeremonie durchgeführt.

 
Geisterhäuschen   Baci-Zeremonie




Äußerst spannend finde ich übrigens den interaktiven Stadtplan von Luang Prabang, den ich zufällig im Netz gefunden habe...


 



Kuang Si, Handwerkerdorf und Hmong-Dorf

17. Februar 2026
Die Mekong Pearl verläßt Luang Prabang und gleitet weiter flußabwärts.
Etwa 30 km entfernt besuchen wir die idyllischen Kuang Si-Wasserfälle. Wir beeilen uns, um frühzeitig - vor den chinesischen Touristen - vor Ort zu sein, denn dann wird es voll und die Idylle leidet doch sehr darunter. Tatsächlich haben wir sogar Gelegenheit, in einem der Pools zu baden.

 
 


Das Gelände beherbergt seit dem Jahr 2003 auch das Tat Kuang Si Bear Rescue Centre des Free the Bears Fund, eine Auffangstation für den gefährdeten Kragenbären.

 



Am Vortag hatten wir noch das Handwerkerdorf Ban Xang Khong (5 km außerhalb von Luang Prabang) besucht. Da es thematisch besser hierher in die "Umgebung" paßt, sei mir der kleine "chronologische Patzer" verziehen...

Hier wird aus Maulbeerbaumrinde traditionell Papier geschöpft (Saa-Papier) und der Ort ist ein Zentrum der Seidenweberei.

 



 

Ban Kok Sai

Wir besuchen das Hmong-Dorf Ban Kok Sai. Die Hmong in Laos sind eine indigene ethnische Gruppe, die hauptsächlich in den Bergregionen lebt. Während des Vietnamkriegs kämpften sie in einer von der CIA organisierten „Secret Army“ gegen kommunistische Kräfte. Nach 1975 flohen viele aus Angst vor Vergeltung, während andere in entlegenen Gebieten verblieben und teils noch heute staatlicher Verfolgung ausgesetzt sind. Heutzutage wird allerdings - zumindest offiziell - stark an ihrer Integration gearbeitet und die historisch bedingten Vorurteile der Lao-Mehrheit gegenüber der Hmong-Minderheit geraten langsam etwas in den Hintergrund... zumindest sieht es für uns, die wir ja nur einen ganz kurzen Einblick gewinnen können, nach einem entspannten Umgang miteinander aus...

 


Wer sich explizit für den "Hmong-Konflikt" interessiert, kann bei Wikipedia schon einmal die Grundlagen nachlesen...
Der allgemeine Wikipedia-Artikel über die Hmong ist sehr ausführlich und beschreibt u.a. die historischen Wurzeln, die Verflechtung mit dem Opiumhandel und die politischen Verwicklungen im Indochina-Krieg, laotischen Bürgerkrieg und "secret war" der CIA gegen die Kommunisten.


 


 

Auf dem Weg nach Vientiane - Xayaburi Staudamm


18. Februar 2026

Die Mekong Pearl schleust durch die Xayaburi-Talsperre, zwei Stufen abwärts mit jeweils etwa 15 Metern Höhenunterschied.
Der Staudamm ist ein umstrittenes 1.285-MW-Wasserkraftwerk am Hauptlauf des Mekong, das 2019 in Betrieb ging. Als erstes großes Dammprojekt im unteren Mekong-Gebiet erzeugt es Strom hauptsächlich für Thailand - nur eine der insgesamt 8 Turbinen liefert Energie an Laos. Kritiker befürchten massive ökologische Schäden durch verringerten Sedimenttransport und bedrohte Fischbestände, darunter den Mekong-Riesenwels.

 



Laos forciert derzeit den Bau zahlreicher Wasserkraftwerke am Mekong, um als „Batterie Südostasiens“ Strom zu exportieren. Bis 2030 sind rund 100 Staudammprojekte geplant, wobei Großprojekte wie Xayaburi und Don Sahong bereits in Betrieb sind. Diese Entwicklungen führen zu massiven ökologischen Schäden, veränderter Wasserführung und gefährden die Fischerei.

Wichtige Fakten zu den Staudämmen:
  • Strategie: Laos will durch den Export von Wasserkraft wirtschaftlich aufsteigen, ist jedoch abhängig von ausländischen Investoren und China.
  • Auswirkungen: Die Dämme verursachen unregelmäßige Wasserstände, blockieren Fischwanderwege und reduzieren Nährstoffe, was die Nahrungssicherheit im gesamten Mekong-Delta bedroht.
  • Umstrittene Projekte: Neben Xayaburi und Don Sahong ist ein weiteres großes Projekt bei Luang Prabang geplant, das Strom vor allem nach Thailand liefern soll.
  • Kritik: Umweltorganisationen wie der WWF warnen vor gravierenden Folgen für das Ökosystem. Die lokale Bevölkerung leidet oft unter Zwangsumsiedlungen und dem Verlust ihrer Lebensgrundlage. 

Die Mehrzahl der Projekte wird von internationalen Investoren finanziert, während Laos oft die langfristigen ökologischen Kosten trägt.



Wir haben auch Spaß: Barbecue an der Sandbank

 


Am Abend legt die Mekong Pearl an einer einsamen Sandbank an. Die Crew bereitet alles vor für ein großes Barbecue am Strand. Sogar Bananenblätter werden "gepflanzt" und Lichterketten aufgehängt. Wir haben einen lustigen Abend. Mr. Pan, unser Koch, steht am Grill, zusätzlich ist noch ein üppiges Buffet aufgebaut worden. Als es richtig dunkel ist, lassen wir Lampions in den Himmel steigen.



Danach wird zwanglos gefeiert. Vor allem die Crew hat Spaß, sie singen und tanzen mit großer Ausdauer. Das bringt uns alle wirklich noch einmal näher zusammen.



Am nächsten Morgen verabreden wir uns zum Schwimmen im Mekong. Das Schiff bietet täglich einen "Early Bird" Kaffee ab 06:30 Uhr auf dem Sonnendeck - wir planen zur gleichen Zeit die "Early Ente". Abfahrt ist für 09:00 Uhr geplant, wir haben also Zeit. Zwar ist der Mekong mit seinen tückischen Strömungen nicht ungefährlich, aber hier an der geschützten Sandbank ist ein Bad im Fluß kein Problem. Letztendlich sind wir nur zu dritt - drei Mädels, denn unser "Early Erpel" hatte gestern wohl etwas zu viel Laolao...

 


Wenigsten einmal im Mekong baden!



Pak Lai

19. Februar 2026
Nach einer interessanten Obstpräsentation und -verkostung am Vormittag legen wir nachmittags bei der Kleinstadt Pak Lai an. Hier war während der Kolonialzeit ein wichtiges Zentrum für den Teakholzhandel. Mit Tuktuks unternehmen wir eine Tour durch die Stadt und besuchen den lokalen Markt und einen Tempel mit angegliederter Schule für Mönche und Novizen.

 






Wir wandern zu Fuß ein Stück den Mekong entlang zurück zu unserem Schiff.
Heute Abend ist schon Zeit für das Abschiedsessen und die offizielle Verabschiedung von der Crew. Sie sind uns alle sehr ans Herz gewachsen, wir werden sie und unser behagliches schwimmendes Zuhause vermissen!

 
 

 


 

Abschied von der Mekong Pearl - mit Slowboat und Bus nach Vientiane

20. Februar 2026
Leider ist der Wasserstand im Mekong so niedrig, daß die Mekong Pearl ab hier nicht mehr weiterfahren kann. Der Abschied fällt schwer, wehmütig winken wir dem Schiff und der Crew zu.
Khob chai lai lai ("vielen Dank"), ihr wart einfach großartig!

 


Wir steigen um auf ein Slowboat, das deutlich weniger Tiefgang hat. Das sehr komfortable Slowboat bringt uns in knapp 5-stündiger Fahrt nach Sanakhan - bis Vientiane würde die Fahrt zu lange dauern, die Boote sind zu langsam. Das Slowboat bietet wieder eine neue Perspektive, da man viel näher an der Wasseroberfläche sitzt.

 


In Sanakhan legen wir an und steigen in einen Bus für die restliche Strecke bis nach Vientiane (ca. 3 Stunden Busfahrt).


 



Vientiane

immer noch 20. Februar 2026
Wir erreichen Vientiane und checken im Salana Boutique Hotel ein. Abends schlendern wir noch über den Nachtmarkt am Mekongufer, der hier aber nur billigen China-Schund bietet. Dafür bekommen wir in unserem Hotel ein hervorragendes laotisches Abendessen serviert.

 


Die Hauptstadt bietet einen deutlichen Kontrast zu unseren bisherigen Laos-Erfahrungen: hier ist es turbulent. Auch in Luang Prabang waren viele Menschen unterwegs (auch viele westliche Touristen), trotzdem hat die Stadt viel mehr Flair und es ging irgendwie "gechillter" zu. Trotzdem gibt es in Vientine natürlich viel zu sehen.


21. Februar 2026
Wir nutzen den Vormittag, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu besichtigen: die Tempel Wat Sisaket und Ho Phra Keo, den Triumphbogen Pathou Xai und das Nationalheiligtum, die That Luang Stupa.

Wat Sisaket

Der Tempel wurde im Jahr 1818 von König Anuvong gestiftet. Der Gebäudekomplex, mit einer das Hauptgebäude mit seinem fünfteiligen Dach umgebenden Terrasse, ist von einer Mauer mit mehr als 2000 Buddha-Bildnissen aus Keramik und Silber umgeben. Heute beherbergt Wat Sisaket auch ein Museum.

 
     
 

 


Ho Phra Keo

Der mehrfach zerstörte und wiederaufgebaute Tempel geht auf König Setthathirath zurück. Der König ließ Ho Phra Keo ursprünglich 1565-1566 errichten, um den Smaragdbuddha zu beherbergen (ja, den aus Chiang Rai, der im Laufe der Zeit mehrere "Wohnorte" hatte und heute in Bangkok steht), als er seine Residenz von Luang Prabang nach Vientiane verlegte. 200 Jahre lang war der Smaragdbuddha hier zu Hause, bis er 1779 von den Siamesen erobert wurde. Der Tempel wurde zerstört, der Smaragdbuddha nach Siam (= Thailand) gebracht. 1816 wurde der Tempel von König Anuvong wieder aufgebaut und ein neues Bildnis eingestellt, aber schon 10 Jahre später wurde er erneut von den Siamesen zerstört, als Anuvong gegen sie rebellierte. Vientiane wurde damals praktisch dem Erdboden gleichgemacht. Der jetzige Bau wurde von den französischen Kolonialherren 1936-1942 errichtet. Seit 1970 wird er als Museum genutzt.

 

 


Triumphbogen Pathou Xai

     
 

 


Pha That Luang

Pha That Luang, der „Große Stupa“ in Vientiane, ist das wichtigste Nationalheiligtum und spirituelle Herz von Laos. Der goldene Stupa aus dem 16. Jahrhundert symbolisiert die Souveränität des Landes, den Buddhismus und ist zentrales Motiv im laotischen Wappen, was ihn zum ultimativen kulturellen und historischen Nationalsymbol macht.
  • Spirituelles Herz von Laos: Die Stupa gilt als heiligste Stätte des Landes. Der Legende nach beherbergt sie ein Brustbein von Buddha, das im 3. Jahrhundert v. Chr. von indischen Missionaren gebracht wurde.
  • Nationales Symbol: Es steht für Stolz, Unabhängigkeit und Identität des laotischen Volkes. Die goldene Stupa ziert das offizielle laotische Wappen und ist das bekannteste Wahrzeichen des Landes.
  • Historisches Erbe: Erbaut 1566 von König Setthathirat nach der Verlegung der Hauptstadt nach Vientiane, steht es auf den Ruinen älterer Bauwerke (Khmer-Tempel aus dem 13. Jh., früher Hindu-Tempel).
  • Religiöses Zentrum: Der Stupa repräsentiert die drei Stufen zur Erleuchtung (Unterwelt, Vollkommenheit, Erleuchtung) und ist Ziel großer Pilgerreisen, besonders während des jährlichen That Luang Festivals im November.
  • Architektonische Symbolik: Die goldene Farbe steht für Erleuchtung, während die Struktur die Stabilität und Größe des laotischen Königreichs betont.

 

 

 
     
 


Der Legende nach soll sich hier ursprünglich ein Heiligtum der Mon befunden haben. Andere Legenden berichten, dass Abgesandte von König Ashoka etwa im Jahr 307 v. Chr. eine Reliquie des Buddha hierher brachten. Wiederum eine andere Legende behauptet, es hätten hier zwei Nagas residiert.

Als König Setthathirath seine Hauptstadt von Luang Prabang nach Vientiane verlegte, soll er den Bau eines Stupas auf den Ruinen eines Khmer-Tempels aus dem 13. Jahrhundert beauftragt haben. Der Stupa wurde 1566 unter dem Namen „Loka-Chulamani“ vom König eingeweiht. In den vier Himmelsrichtungen wurde dann jeweils ein Tempel errichtet, von denen heute nur noch der Wat That Luang Nuea (die Residenz des Obersten Patriarchen des laotischen Sangha) im Norden und Wat That Luang Tai im Süden des That Luang existieren. Während der siamesischen Eroberung im Jahr 1828 wurde der Pha That Luang stark beschädigt, weitere Zerstörungen richtete ein Blitzschlag im Jahr 1896 an. Bereits 1900 fand eine Restaurierung des Bauwerks im Auftrag der französischen Kolonialregierung statt. Dieser Aufbau jedoch wurde schon in den 1930er Jahren revidiert und die Kolonialregierung begann, den Stupa originalgetreu wieder aufzubauen. Als Vorlage für die erneute Rekonstruktion dienten die detaillierten Zeichnungen des französischen Architekten und Forschers Louis Delaporte, der als Mitglied der Mekong Exploration Commission im Jahre 1867 Vientiane besucht hatte.



Vientiane im Überblick:



 



Bangkok: Großstadttrubel zwischen Tempeln und Hochhäusern

21. Februar 2026
Abflug Vientiane - Bangkok 13:55 - 15:05
Wir beziehen unser Zimmer im Anantara Riverside Bangkok Resort.
Cocktail in der Rooftop Bar (26. Stock) des Avani Riverside Bangkok Hotel und gemeinsames Abendessen der Resttruppe im Skyline Restaurant.
Die meisten Leute unserer Reisegruppe haben andere Anschlußprogramme - ursprünglich 26 Leute auf der Mekong Pearl, sind wir heute Abend noch 11 Personen, morgen bei der Besichtigung nur noch zu siebt...

 



 

Blumenmarkt

22. Februar 2026
Unsere lustige örtliche Reiseleiterin mit dem Spitznamen Gao ("die Neunte", da die 9 eine buddhistische Glückszahl ist) holt uns im Hotel ab zur großen - und anstrengenden - Stadtrundfahrt. Ein einziger Tag für ganz Bangkok! Das ist ein straffes Programm. Und es ist tierisch heiß, bestimmt noch einmal 5 Grad mehr als in Laos...
Der Blumenmarkt ist auf jeden Fall eine Augenweide.

 



 

Wat Pho

Die Hauptattraktion des Wat Pho ist die berühmte 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue.

 


Weithin sichtbar ist Phra Maha Chedi Si Ratchakan, eine Gruppe von vier Chedis, eine jede 42 Meter hoch und mit verschiedenfarbigen Mosaiken aus Kacheln bedeckt.


König Rama III. ließ bei der Renovierung des Wat Pho in den Jahren 1831–1841 über 1400 Wandinschriften und -gemälde anbringen, die thailändische Poesie, Abhandlungen über traditionelle Heilkunst und Massage, Botanik, Astrologie, Kriegskunst, Geschichte und Religion festhielten, sowie die damaligen Provinzen und religiösen Einrichtungen des Reiches wie auch fremde Völker auflisteten. Diese waren für die Öffentlichkeit zugänglich und können daher auf gewisse Weise als eine erste, offene Universität Thailands bezeichnet werden. Deshalb gilt Wat Pho insbesondere als Ort für die Bewahrung und Verbreitung der traditionellen thailändischen Medizin und Thai-Massage. Seit 2011 zählt das „epigraphische Archiv“ des Wat Pho zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.

 


Phra Ubosoth: der Ubosot wurde von König Rama I. erbaut. In ihm befindet sich Phra Phuttha Thewa Patimakon, eine sitzende Buddha-Statue im Ayutthaya-Stil. In seinem Sockel wurden die sterblichen Überreste von König Rama I. beigesetzt. In der Gebetshalle findet bei unserer Besichtigung gerade eine Zeremonie zu Ehren der im Oktober 2025 verstorbenen Ex-Königin bzw. Königinmutter Sirikit statt. Ganz Thailand ist für ein volles Jahr in Trauer, Königin Sirikit war sehr beliebt.

 


So kommen wir völlig unverhofft zum Segen des Abtes!




 

Wat Phra Keo

Der Tempel des Königs, Wat Phra Keo, beherbergt den Smaragdbuddha. Die Tempelanlage gehört zum alten Königspalast in Bangkok. Der Smaragd-Buddha sitzt auf einem vergoldeten Thron, der bereits während der Regierungszeit von König Phra Phutthayotfa Chulalok (Rama I.) hergestellt wurde. König Phra Nang Klao (Rama III.) fügte unter dem Thron noch eine zusätzliche Basis ein, so dass der Smaragd-Buddha jetzt in der luftigen Höhe von 11 Metern thront.

 
     
 
     
 





Bootsfahrt durch die Kanäle

Zum Abschluß dieser umfassenden Stadtrundfahrt geniessen wir noch eine Bootsfahrt. Nicht nur der Fluß Chao Phraya fließt mitten durch Bangkok. Die Kanäle von Bangkok, bekannt als Khlongs, prägten einst als "Venedig des Ostens" das Stadtbild. Heute bieten Touren per Longtail-Boot authentische Einblicke in das Leben am Wasser, Stelzenhäuser und lokale Tempel.

 





Nach der ausgiebigen Stadtbesichtigung bei fast 40 Grad sind wir fix und kaputt. Unser Hotelzimmer mußten wir schon freimachen, aber unsere Koffer sind an der Rezeption noch zugänglich. Wir kramen noch einmal die Badeanzüge heraus und tanken am Hotelpool die letzte Sonnenstrahlen, bevor es um halb eins in der Nacht, also inzwischen dem 23. Februar 2026, an Bord der Thai Airways nach München geht.

   
müde aber glücklich   Anflug auf München   wieder zu Hause