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Vientiane

immer noch 20. Februar 2026
Wir erreichen Vientiane und checken im Salana Boutique Hotel ein. Abends schlendern wir noch über den Nachtmarkt am Mekongufer, der hier aber nur billigen China-Schund bietet. Dafür bekommen wir in unserem Hotel ein hervorragendes laotisches Abendessen serviert.

 


Die Hauptstadt bietet einen deutlichen Kontrast zu unseren bisherigen Laos-Erfahrungen: hier ist es turbulent. Auch in Luang Prabang waren viele Menschen unterwegs (auch viele westliche Touristen), trotzdem hat die Stadt viel mehr Flair und es ging irgendwie "gechillter" zu. Trotzdem gibt es in Vientine natürlich viel zu sehen.


21. Februar 2026
Wir nutzen den Vormittag, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt zu besichtigen: die Tempel Wat Sisaket und Ho Phra Keo, den Triumphbogen Pathou Xai und das Nationalheiligtum, die That Luang Stupa.

Wat Sisaket

Der Tempel wurde im Jahr 1818 von König Anuvong gestiftet. Der Gebäudekomplex, mit einer das Hauptgebäude mit seinem fünfteiligen Dach umgebenden Terrasse, ist von einer Mauer mit mehr als 2000 Buddha-Bildnissen aus Keramik und Silber umgeben. Heute beherbergt Wat Sisaket auch ein Museum.

 
     
 

 


Ho Phra Keo

Der mehrfach zerstörte und wiederaufgebaute Tempel geht auf König Setthathirath zurück. Der König ließ Ho Phra Keo ursprünglich 1565-1566 errichten, um den Smaragdbuddha zu beherbergen (ja, den aus Chiang Rai, der im Laufe der Zeit mehrere "Wohnorte" hatte und heute in Bangkok steht), als er seine Residenz von Luang Prabang nach Vientiane verlegte. 200 Jahre lang war der Smaragdbuddha hier zu Hause, bis er 1779 von den Siamesen erobert wurde. Der Tempel wurde zerstört, der Smaragdbuddha nach Siam (= Thailand) gebracht. 1816 wurde der Tempel von König Anuvong wieder aufgebaut und ein neues Bildnis eingestellt, aber schon 10 Jahre später wurde er erneut von den Siamesen zerstört, als Anuvong gegen sie rebellierte. Vientiane wurde damals praktisch dem Erdboden gleichgemacht. Der jetzige Bau wurde von den französischen Kolonialherren 1936-1942 errichtet. Seit 1970 wird er als Museum genutzt.

 

 


Triumphbogen Pathou Xai

     
 

 


Pha That Luang

Pha That Luang, der „Große Stupa“ in Vientiane, ist das wichtigste Nationalheiligtum und spirituelle Herz von Laos. Der goldene Stupa aus dem 16. Jahrhundert symbolisiert die Souveränität des Landes, den Buddhismus und ist zentrales Motiv im laotischen Wappen, was ihn zum ultimativen kulturellen und historischen Nationalsymbol macht.
  • Spirituelles Herz von Laos: Die Stupa gilt als heiligste Stätte des Landes. Der Legende nach beherbergt sie ein Brustbein von Buddha, das im 3. Jahrhundert v. Chr. von indischen Missionaren gebracht wurde.
  • Nationales Symbol: Es steht für Stolz, Unabhängigkeit und Identität des laotischen Volkes. Die goldene Stupa ziert das offizielle laotische Wappen und ist das bekannteste Wahrzeichen des Landes.
  • Historisches Erbe: Erbaut 1566 von König Setthathirat nach der Verlegung der Hauptstadt nach Vientiane, steht es auf den Ruinen älterer Bauwerke (Khmer-Tempel aus dem 13. Jh., früher Hindu-Tempel).
  • Religiöses Zentrum: Der Stupa repräsentiert die drei Stufen zur Erleuchtung (Unterwelt, Vollkommenheit, Erleuchtung) und ist Ziel großer Pilgerreisen, besonders während des jährlichen That Luang Festivals im November.
  • Architektonische Symbolik: Die goldene Farbe steht für Erleuchtung, während die Struktur die Stabilität und Größe des laotischen Königreichs betont.

 

 

 
     
 


Der Legende nach soll sich hier ursprünglich ein Heiligtum der Mon befunden haben. Andere Legenden berichten, dass Abgesandte von König Ashoka etwa im Jahr 307 v. Chr. eine Reliquie des Buddha hierher brachten. Wiederum eine andere Legende behauptet, es hätten hier zwei Nagas residiert.

Als König Setthathirath seine Hauptstadt von Luang Prabang nach Vientiane verlegte, soll er den Bau eines Stupas auf den Ruinen eines Khmer-Tempels aus dem 13. Jahrhundert beauftragt haben. Der Stupa wurde 1566 unter dem Namen „Loka-Chulamani“ vom König eingeweiht. In den vier Himmelsrichtungen wurde dann jeweils ein Tempel errichtet, von denen heute nur noch der Wat That Luang Nuea (die Residenz des Obersten Patriarchen des laotischen Sangha) im Norden und Wat That Luang Tai im Süden des That Luang existieren. Während der siamesischen Eroberung im Jahr 1828 wurde der Pha That Luang stark beschädigt, weitere Zerstörungen richtete ein Blitzschlag im Jahr 1896 an. Bereits 1900 fand eine Restaurierung des Bauwerks im Auftrag der französischen Kolonialregierung statt. Dieser Aufbau jedoch wurde schon in den 1930er Jahren revidiert und die Kolonialregierung begann, den Stupa originalgetreu wieder aufzubauen. Als Vorlage für die erneute Rekonstruktion dienten die detaillierten Zeichnungen des französischen Architekten und Forschers Louis Delaporte, der als Mitglied der Mekong Exploration Commission im Jahre 1867 Vientiane besucht hatte.



Vientiane im Überblick: