Es finden sich nicht immer Freilandmuseen oder Burgen als Orte für eine historische Veranstaltung. Manchmal möchte man auch unter sich sein und kein Publikum bespielen müssen. Oder es soll einfach draußen stattfinden, in einem Zeltlager.

   


Zeltlager entstanden im Prinzip nur im Zusammenhang mit militärischen Operationen, wobei die schönen großen Zelte, wie man sie heute auf jedem Mittelaltermarkt sieht, den höheren Ständen vorbehalten waren. Der einfache Soldat war froh, wenn er eine Plane oder seinen Mantel über einen paar Äste ausbreiten konnte, wie man es auf dem linken Ausschnitt dieses Feldlagers aus dem 16. Jh. sehen kann. Erst die späteren Epochen standen auch dem einfachen Soldaten eine angemessene Unterbringung zu.

Auch bei größeren Feiern, Schützenfesten udgl. konnte es vorkommen, daß im Umfeld von Städten kurzfristig ein Zeltlager entstand, um die vielen Teilnehmer unterzubringen. Das war aber eher der Ausdruck einer Notwendigkeit und kein Campingurlaub, wie wir ihn heute kennen.


 

Im Jahre des Herrn 1475 trifft ein kleines Häuflein kaiserlicher Soldknechte unter dem Kommando des Herrn von Rutenberg auf eine Vorhut burgundischer Truppen, die ihr Lager unfern des kleinen Ortes Wyrfelln in der Pfalz aufgeschlagen haben.

Anno 1814 wird Karrengaul Rufus von der Westfälischen Landwehr rekrutiert, um die tapferen Jungs zugkräftig bei ihrer Kampagne gegen den bösen Bonaparte zu unterstützen.

Bei der Landwehr ist er gut aufgehoben, der Bub: ein jeder tut zwar, was getan werden muß - aber bedächtig und in aller Ruhe. Gutes Essen, gute Kameradschaft, gutes Bier - was will man mehr!

Die burgundische „Neuvième Compagnie d'Ordonnance“ hat alle 15. Jahrhundert Gruppen für Mitte September 2012 eingeladen nach Bexbach in der Pfalz. Hier auf dem über 100 Hektar großen Utopion-Gelände, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, werden sich Burgunder und Reichsaufgebot ein Wochenende lang bekriegen.

Das Pfingstlager des Reichsaufgebots stand ursprünglich unter dem Motto Entsatz von Neuss im Jahr 1475.

Kleinere Gruppen verschiedener Städtischer Aufgebote  aus den unterschiedlichsten Regionen treffen sich in einem Sammellager, wo sie zu größeren Rotten zusammengestellt und gedrillt werden, um sich für die Kampfhandlungen vorzubereiten und die von Burgundern belagerte Stadt Neuss zu befreien - so weit der Grundgedanke.

Die Trimburg ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg der Herren von Trimberg. Die Ruine liegt in den südlichen Ausläufern der bayerischen Rhön, östlich des gleichnamigen Ortes, eines Gemeindeteils von Elfershausen in Unterfranken im Landkreis Bad Kissingen. Weithin sichtbar liegt die Trimburg etwa 60 Meter oberhalb der Fränkischen Saale auf dem Pfaffenberg.

Ins hübsche burgundische Örtchen Brancion - zu Füßen der gleichnamigen Burgruine - lädt uns die Mesnie Saint André im Juli 2014 ein.

"Pour le Duc", für den Herzog (von Burgund) wollen sie kämpfen - wir gehören zu den Gegnern...

Das wunderbare Wasserschloß Sandizell ist die Kulisse für einen besonderen Kunsthandwerkmarkt. Unter dem Namen "Mediterraneo" bieten Künstler, Handwerker und diverse Eß- und Trinkstände mit exklusiven Schmankerln ihre Waren feil. Für das mediterrane Flair sorgen die Gondel auf dem Wassergraben und venezianische Masken, für den historischen Touch lagern die Kurfüstlich Bayerischen Landsknechte im weitläufigen Schloßpark unter schattenspendenden Bäumen.

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