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Ein Ausflug ins Hinterland südlich von Wa führt uns zu den Lobi.

Die Lobi leben in einer führerlosen (akephalen) Gesellschaft ohne zentrale Autorität und übergeordnete Machtstrukturen. Diesem Gesellschaftssystem entspricht auch die Struktur der Ansiedlungen. Geschlossene Ortschaften in europäischem Sinne sind selten, die Gehöfte liegen oft mehrere hundert Meter voneinander entfernt in der Savanne. Dabei handelt es sich um Lehmkonstruktionen (oft mit Terrassen auf den Flachdächern), die von ihren Eigentümern, je nach Raumbedarf, horizontal-wabenförmig in alle Richtungen erweitert werden können. So entstehen mit der Zeit eindrucksvolle, wehrhaft wirkende „Lehmburgen“.

Ein typisches Musikinstrument in Westafrika ist das Balafon, eine Art Xylophon mit untergehängten Kalebassen als Klangkörper. Wir erhalten eine Kostprobe und die Gemeinschaft tanzt dazu, Männer wie Frauen.

FILM: Tanz bei den Lobi

Insgesamt vermitteln die Lobi, zumindest auf den ersten Blick, den Eindruck, daß die Frauen sehr selbstbewußt sind und ein großes Mitspracherecht innerhalb der Gemeinschaft haben.