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Der vierte und letzte Wandertag führt uns durchs Gailachtal wieder nach Hause nach Ammerfeld.

Leider hat über Nacht wieder Regen eingesetzt. Bert möchte sich nicht ohne Sattel auf den nassen Bacardi setzen. Der Gurtdruck heilt etwas, also kommt Bepanthen Salbe auf die Wunde und ein Stück Schaffell drüber und dann wieder der Sattel aufs Muli. Armer Bacardi - da muß er jetzt durch!

Auch Emmeram muß heute wieder ran - der vierte Tag in Folge ganztägig vor dem Karren - das ist schwere Arbeit für den Fünfjährigen. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig.

Wir überqueren die Gailach.

Ein kurzes Stück müssen wir auf der Hauptstraße zurücklegen, bald können wir aber auf einen Schotterweg abbiegen. Wir folgen dem Gailachtal in großen Bögen, in einem weiten Dreiviertelkreis um Rögling herum. Leider gibt es von dem Teilstück wieder keine Fotos, aber der Bericht über einen früheren Ausritt in dem Tal kann einen Eindruck vermitteln, wie schön gerade dieser Teil der Wanderung ist:

Ausritt Röglinger Tal und Gailachtal

Die Routenfindung gestaltet sich allerdings als Herausforderung, als der geplante Weg zur anderen Talseite und Überquerung der Gailach sich als schmale Spur in der Wiese mit einer reinen Fußgängerbrücke über den Bachgraben erweist. Hier kommen wir mit den Pferden nicht durch, geschweige denn mit dem Karren. Es ist schon abenteuerlich genug, den Weg am Waldrand zu verlassen und mit dem Karren einfach quer durch das niedrige Gestrüpp die kleine Böschung herunter in die Wiese hinein zu fahren, um irgendwie auf die andere Seite zu kommen. Aber hier ist definitiv für uns kein Durchkommen, wir sind ringsum von Gräben umgeben. Wie man an dem aufgezeichneten Track sieht, müssen wir etwas suchen, bis wir einen gangbaren alternativen Weg haben:

Statt einfach auf den bequemen Weg auf der anderen Talseite zu wechseln, müssen wir also die Gegenrichtung einschlagen, durch den Wald auf einem steinigen Pfad den Berg hinauf, um oben einen anderen befestigten Weg zu erreichen, der in einem größeren Bogen wieder in unsere Richtung führt. Wie immer, wenn es schwierig wird, hat niemand an ein Foto oder Filmen gedacht. An der Steigung verdient sich Henrike endgültig die Bezeichnung "Fuhrmann", schwingt die Peitsche und zetert den armen Emm den Berg hinauf, derweil Christa kaum weiß, wie sie sich im Karren halten soll. Bert reitet auf dem Muli direkt hinter dem Wagen und bangt ob des Gerölls um seine Wagenräder. Sie halten - wenn auch knapp, wie sich später beim Zerlegen des Karrens zeigt.

Der Umweg bringt uns etwas weiter westlich als geplant wieder heraus aus dem Wald. Wir gehen in lockerem Zickzack über die Felder nach Tagmersheim, am Freibad vorbei, dann die kleine Straße über Asbrunn zurück nach Ammerfeld. Am Ortseingang von Ammerfeld begegnen wir unserer Freundin Ingrid Schlosser, sie macht gleich ein paar Willkommensfotos.

Glücklich und gesund erreichen wir den Schmarhof gegen 15 Uhr.

Die Pferde sind sichtlich froh, wieder zu Hause zu sein.

Auf eine Mittagspause haben wir heute verzichtet, dafür können wir am Nachmittag zum beschaulichen Ausklang noch den Grill anwerfen.

Karte der heutigen Strecke:

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