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Der zweite Wandertag fordert uns heraus mit anstrengenden Steigungen zwischen Wolpertsau und Dollnstein.

Der Freitag fängt gleich gut an - Bacardis Sattelgurt hat hinterm Bein gescheuert und er ist an dieser Stelle leicht wund. Wir packen also seinen Sattel mit auf den Karren und Bert muß ohne Sattel reiten, da Frauchen sich das nicht traut. Dafür muß Henrike jetzt das Gespann führen.

Wir gehen zunächst ein kleines Stück Richtung Baring und sehen vor uns die imposante Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Dann biegen wir aber ab nach Norden und gelangen auf einem Waldweg bergab ins idyllische Schuttertal.

Wir folgen dem Schuttertal in nordwestliche Richtung, bis wir wieder zum Urdonautal kommen. Dort überqueren wir den Bach und wandern am Berghang ein kleines Stück weiter in nördliche Richtung. Die Schutter liegt jetzt links von uns. Würden wir ihr weiter folgen, kämen wir oberhalb von Wellheim zur Schutterquelle. Jedoch biegen wir am Knie des Urdonautals zwischen Hütting und Wellheim nordöstlich in einen geschotterten Waldweg ein. Dieser führt uns vom Urdonautal weg, stetig bergauf in einer Kurve nach Norden, bis zu dem auf der Jurahöhe gelegenen Örtchen Hard. Der steile Weg ist sehr anstrengend für unser junges Wagenpferd, daher müssen alle, Passagiere wie Kutscher, vom Karren absteigen und laufen.

Kurz vor dem Ortseingang zweigt ein Feldweg rechts ab, auf dem wir Hard am östlichen Rand komplett umgehen können. Oben auf der Jurahöhe bietet sich ein weiter Blick ringsum. Wir überqueren hier oben die Römerstraße von Nassenfels nach Wellheim und wenden uns anschließend wieder talwärts durch den Wald.

Leider erreicht uns inzwischen der gemeldete Regen, unsere Mittagspause fällt daher entsprechend kurz aus.

Wir müssen ein umfangreiches Waldgebiet durchqueren. Da wir asphaltierte Straßen möglichst meiden wollen, bewegen wir uns auf kleineren Schotter- und Waldwegen. So sieht das aus, wenn man sich für die gestrichelte Linie auf der Karte entscheidet:

Wir sind alle gut naß. Das Wasser tropft vom Hut, die bis zum Knie durchweichten Rocksäume kleben an den nassen Strümpfen, die Pferde dampfen, unsere Finger sind klamm.

Das kann uns aber die gute Laune nicht verderben!

Unseren wunderschönen Aussichtspunkt oberhalb von Dollnstein lassen wir glatt aus, da der Regen ohne Unterlaß auf uns niedertropft. Wir marschieren also ohne Umwege in Dollnstein ein und dürfen unsere braven Equiden heute bei Ines Mader unterstellen. Und das, obwohl sie am nächsten Tag nach Italien in den Urlaub aufbricht. Trotzdem sind wir herzlich willkommen und unsere Pferde werden von Ines und ihren Einstellern liebevoll betüddelt. Es gibt für jeden ein Belohnungsbierchen, dann lassen wir die Pferde guten Gewissens allein für die Nacht in diesem schönen Stall - an zwei Seiten umgeben von der alten Stadtmauer, so toll!

Wir Menschen haben Hotelzimmer beim Kirchenschmied gebucht, wo wir auch lecker gemeinsam zu Abend essen. Bert und Henrike müssen allerdings umziehen, da beim Kirchenschmied keine Hunde in den Zimmern erlaubt sind. Hatten wir wohl vergessen zu fragen... Der Wirt hat sich aber selbst darum gekümmert, daß wir kurzfristig ein anderes hundegeeignetes Zimmer nur ein paar Häuser weiter im Bayerischen Hof bekommen.

Heute sind wir alle extrem früh im Bett - der Tag hatte es in sich!

Karte der heutigen Strecke:

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