Am 12. Juni 2011 lud die Pferdesportgemeinschaft Altmühltal zu einem Sternritt nach Hard ein. Wir haben Vereinsmitglied (und Nachbarin) Ingrid zu der Veranstaltung begleitet.

Zunächst wandern wir auf unserer Standardstrecke durchs Lange Tal (mit Abstecher durch den Wald) bis zur Einmündung ins Wellheimer Trockental bei Ellenbrunn. Am Waldrand angekommen, sehen wir von weitem zwei Reiter, die auf den Wegen unten im Tal ebenfalls auf Hard zusteuern.

Wir verlassen das Wellheimer Tal aber kurz nach der Straße Gammersfeld-Ellenbrunn wieder, um zum Giglberg aufzusteigen. Unser Jungpferd Rufus konnten wir allerdings nur von weitem anschauen, denn auf Anraten von Frau von Redwitz haben wir die Koppel der Junghengste lieber großzügig umritten.

Der sanfte Abstieg vom Giglberg öffnet einen wunderbaren Blick auf das Urdonautal und die Feldmühle, die wir geradewegs ansteuern. Dort wollen wir das Tal und die Schutter überqueren.

An der Feldmühle empfängt uns ein "Durchfahrt verboten" Schild.

Wir bemühen uns, das Privatgrundstück auf einem Wiesenweg außen herum  zu umgehen. Als wir gerade im Begriff sind, die Brücke zu passieren, begegnet uns der Besitzer der Feldmühle. Freundlich aber bestimmt weist er uns darauf hin, daß hier gesperrt sei. Die nächste Brücke liegt allerdings einige Kilometer weit entfernt.

Der Herr gewährt uns den Durchritt. Er ist generell sehr höflich und freundlich - aber so ganz verstehen wir nicht, weshalb diese Brücke gesperrt ist. Wir haben großes Verständnis, daß man in einem touristisch so erschlossenen Gebiet wie dem Wellheimer Trockental versuchen muß, seine Privatsphäre zu schützen - aber wir sind ja wirklich nicht durch seinen Hof geritten...

Drüben führt ein Wanderweg wieder hinauf nach Hard auf die Jurahöhe. Dort ist unsere Mittagsstation. Überall sind Paddocks abgesteckt, die Pferde mümmeln gemütlich vor sich hin - bis auf die arme Ronja, die wegen Reheproblemen ihre Pause in einer Box verbringen muß. Molly und Gilette wälzen sich ausgiebig und widmen sich dann intensiv dem Studium der lokalen Botanik.

Wir Reiter lassen uns mit Steaks und Würschteln vom Grill verwöhnen, dazu gibts frische Brezen und Semmeln und eine Riesenauswahl an verschiedenen Salaten. Wir können uns also so richtig angrasen!

Ein kunterbunter Haufen unterschiedlichster Pferdetypen ist zu dem Sternritt herbeigekommen, aus allen Himmelsrichtungen, von Thierhaupten bis hinter Eichstätt.

Die Reiter sitzen gemütlich beisammen, neue Bekanntschaften werden geknüpft - obwohl der Verein genau unser Gebiet abdeckt, war für Bert und mich nicht ein einziges bekanntes Gesicht dabei. Das wird sich sicher ändern, denn das scheint ein lustiger Haufen zu sein!

Am Nachmittag werden noch diverse Kuchen aufgefahren - Essen bis zum Abwinken. Eine gewisse Müdigkeit macht sich breit, alle Energie wird zum Verdauen benötigt...

So langsam beginnen die ersten Teilnehmer, ihre Pferde wieder aufzusatteln. Wir machen uns gegen halb vier startklar und spazieren bei strahlendem Sonnenschein wieder hinunter ins Wellheimer Trockental.

Auf unserem Rückweg umgehen wir die Feldmühle. Wir lassen Brücke und Hof einfach rechts liegen und folgen dem Radweg Richtung Rennertshofen, am linken Talrand entlang, bis zur Waldau, wo das Schuttertal ins Urdonautal einmündet. Dort liegt ein einsamer Hof in herrlicher Alleinlage, dessen Besitzer ebenfalls Pferde haben und heute Mittag auch oben in Hard waren.

Hier können wir problemlos das Tal queren und direkt auf den Rabenfels zureiten, der kurz vor Hütting die gegenüberliegende Talseite säumt. Ein wenig Verwirrung herrscht bei mir, bis wir nach einer kleinen Ehrenrunde in die falsche Richtung einen Zugang zu dem dicht bewachsenen kleinen Weg finden, der uns immer knapp unterhalb der Felsen entlang nach Hütting führen wird.

Unser Weg windet sich an den Felsen entlang und kommt praktisch in einem Hinterhof in Hütting raus. Die Häuser im Ort sind direkt bis an den steilen Abhang herangebaut. Die kleine Kirche St. Sixtus steht vor einer Felswand wie in einer Theaterkulisse, ein Stück weiter thront die Ruine der Hüttinger Burg hoch über den hintersten Häusern der Ortschaft.

Unser Weg führt uns auch nach der Durchquerung von Hütting immer noch hart am Waldrand entlang an der rechten Flanke des Wellheimer Trockentals. Hier auf Rennertshofen zu öffnet sich das an und für sich enge Urdonautal schon sehr weitläufig.

Kurz vor der Einmündung ins Lange Tal variieren wir unseren Weg und reiten das kleine Büttental hinauf, das parallel zum Langen Tal in den Wald zwischen Gammersfeld und Rohrbach hinauf führt. Nach dem Waldstück ("Im Hart" wird es laut Karte genannt) treffen wir wieder auf unsere Standardroute durchs Lange Tal. Von dort ist die Heimkehr nach Ammerfeld nur noch ein Katzensprung.

Etwa 15 Kilometer beträgt die Entfernung Ammerfeld-Hard, wir haben - ganz gemütlich, ausschließlich im Schritt und mit diversen Foto- und... äh... anderen Pausen dreieinhalb Stunden für einen Weg gebraucht.

An die Veranstalter und die Mitglieder der PSG Altmühltal hier noch mal einen schönen Gruß und ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tag!

 

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