Vom 21. bis 23. November 2014 haben wir übers Wochenende Besuch von Familie Brundelius, guten Freunden, mit ihren zwei pferdebegeisterten Töchtern Flo (10) und Josi (9). Und wenn schon mal Kinder am Hof sind, laden wir gleich auch unsere Nichte Luisa (6) am Samstag dazu ein.

Emmerams großer Bruder Rufus, bereits ein Jahr unterm Sattel, ist gerade für ein paar Wochen bei seiner Ausbilderin. Gilette ist zwar brav und kinderfreundlich, aber ihr Rücken wäre für drei Kinder etwas zu kurz... Daher kommt uns die Idee, ob Klein-Emm nicht entspannt genug ist, um eines der Fliegengewichte zu tragen.

Als erstes probieren wir es vorsichtig mit Florentine. Emmeram läßt sie raufklettern und zeigt nicht das allerkleinste Anzeichen von Unruhe. Er marschiert hinter seiner Mutter Gilette - mit den anderen zwei Kindern auf dem Rücken - aus dem Hof, als ob es selbstverständlich wäre.

Ganz munter und vergnügt geht er seinen großen Spaziergang mit menschlichem Passagier im spätherbstlichen Sonnenschein. Wer nicht weiß, daß das Pferdchen noch keine zwei Jahre alt ist, würde vermutlich denken, der Kleine sei ein erwachsenes Reitpony.

Wo es etwas steil den Berg hinauf geht, steigt Flo lieber ab, damit es für Emmchen nicht so anstrengend wird. Die junge Reiterin schien ihn aber gar nicht zu stören, eher sind ihm die Steine auf dem Weg lästig. Vermutlich werden wir ihn später einmal beschlagen müssen.

Nach einem Stückchen ohne Reiter setzen wir die sechsjährige Luisa auf Emmeram. Sie ist so leicht, daß Klein-Emm wahrscheinlich gar nicht spürt, daß wieder jemand draufsitzt.

Flo geht weiterhin zu Fuß, Josi sitzt alleine auf Gilette.

Als wir an einer noch saftig grünen Wiese vorbeikommen, beschliessen wir, ein gemütliches Päuschen zu machen. Die Pferde dürfen grasen, wir geniessen die Sonnenstrahlen - und die strahlenden Gesichter der Kinder.

Auf dem Heimweg ist dann Josi an der Reihe. Sie sitzt so locker auf dem entspannten Emmeram, als ob die zwei einfach zusammen gehören.

Flo und Luisa lassen sich derweil von Gilette nach Hause schaukeln.

Zwar hat Emmeram bei der ausgedehnten Tour etwas geschwitzt, aber das liegt sicher an seinem puscheligen Winterfell in Kombination mit den für die Jahreszeit viel zu hohen Temperaturen. Auch uns Menschen wurde es beim Laufen ordentlich heiß!

Unten im Ort treffen wir ein anderes Pferd, Josi steigt zur Sicherheit herunter. Emmeram wirft sich in Positur, aber er guckt nur neugierig.

Am Sonntag betteln Josi und Flo darum, noch einmal reiten zu dürfen. Da es heute trüb, neblig und kalt ist, gehen wir nur eine kleine Runde durchs Dorf. Flo reitet Gilette, Josi sitzt auf Emmeram, der völlig gelassen durch Ammerfeld stiefelt, als ob er schon hundertmal einen Reiter getragen hätte.

Ein Jahr und knapp neun Monate ist er alt. Hat er das nicht gut gemacht?

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