Cantuccini

zoli@augusta.de

 

Für etwa 650 g:

Cantuccini 

Italienische Mandelkekse

175 g Mandeln
(mit oder ohne Haut je nach Belieben)
250 g Mehl
180 g Zucker
1 TL Backpulver
2 Päckchen Vanillezucker
½ kleine Flasche Bittermandelaroma (im Notfall tut´s auch etwas Amaretto)
Salz
25 g Butter (zimmerwarm)
2 Eier (Gew.-Kl. 2)

Die Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten; zuletzt die Mandeln unterkneten. Den Teig mit etwas Mehl zu einer Kugel formen und 30 Min. kalt stellen. Dann den Teig in 6 Teile schneiden; aus jedem der Stücke ca. 25 cm lange Rollen formen. Mit Abstand von etwa 8 cm auf ein Backblech (Backtrennpapier) setzen und im vorgeheizten Backofen (200°) 10 – 15 Min. vorbacken. Die Kekse nach dem Abkühlen schräge in ca. 1 cm dicke Streifen schneiden. Mit einer Schnittfläche wieder auf das Backblech legen und nochmals 8 – 10 Min. bei gleicher Temperatur rösten bis die Cantuccini eine goldbraune Farbe haben.

Den Teig mit der Hand bzw. einem Kochlöffel ankneten. Auf keinem Fall mit dem Rührgerät oder ähnlichem, sonst gibt es ein "Gebatzl"!

Die Mandel können wahlweise mit oder ohne Haut verwendet werden - ich backe meist beide Versionen.
Zum entfernen des braunen Pelzes/Haut die Mandeln kurz in kochendes Wasser geben, Kern mit Zeigefinger und Daumen herausdrücken und auf Küchenpapier zum Trocknen legen. 

Soweit ich herausgefunden habe, kommt cantuccini von cantuccio, was soviel heißt wie Winkel bzw. Brotkante (cantuccio di pane). In Franken würde man dazu "Scherzla" sagen - das ist der Brotanschnitt. Und genauso so hart sind die berühmten Kekse aus der Toscana dann auch - also nichts für empfindliche Zähne; wie Zwieback also zweimal gebacken, siehe oben. Deshalb, und auch wegen des Genusses, taucht man die Kekse gerne in ein Gläschen Vin Santo ein. Der Kenner hat zwei davon am Tisch, eines zum Dippen und eines zum Nippen. 

 
© W. Zolnhofer
zuletzt geändert 06.01.03
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