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Thomas Krauß
2019-07-11 19:57:00
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Keltische Viereckschanze

Eine charakteristische Gruppe unserer Geländedenkmäler sind neben den Grabhügeln die "Viereckschanzen".

Ihr Grundriß ist vorwiegend quadratisch oder rechteckig und durch einen umlaufenden Wall mit davorliegenden Graben umhegt; die Seitenlängen dieser Anlagen liegen zwischen 70 - 120 m. Das Tor befindet sich meist im Ost- oder Südwall, niemals im Norden; andere Durchstiche sind Holzabfuhrwege.

Bei Ausgrabungen wurden bis zu drei Schächte - mit Tiefen zwischen 4 und 34 m - sowie kleine Gebäude im Sinne gallo-römischer Umgangstempel angetroffen, welche sicheren Hinweis auf kultische Verwendung in spätkeltischer Zeit geben (letztes Jhdt. v. Chr.). Ihre Verbreitung in Süddeutschland deckt sich mit dem keltischen Siedlungsgebiet; durch den Einmarsch römischer Legionen um 15 v. Chr. endet ihre Funktion gleichzeitig mit dem Erlöschen keltischer Macht.

In unserem Naturparkgebiet befinden sich 9 dieser geometrisch gestalteten Schanzen (in Süddeutschland über 200 Anlagen):

  1. Zwischen Zusamaltheim und Binswangen;
  2. die "Monburg" bei Heretsried;
  3. die "Burg" beim Peterhof;
  4. im "Eich-Bühel" und
  5. auf dem "Vogelburger Berg", beide östlich von Burtenbach;
  6. die "Viereckenburg" nördlich von Reutern;
  7. die "Brennburg" bei Willmatshofen;
  8. im "Buschelgraben" bei Schwabegg und
  9. die "Poenburg" nördlich von Türkheim.
Lieber Wanderer trage mit bei zum Schutze dieser Denkmäler aus unserer Vorzeit.

Naturpark Augsburg Westliche Wälder e.V.
Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein des Landkreises Augsburg


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